So

28

Okt

2018

Egelfinger Weinfest mit Hammellauf

Mats Holstein nimmt den Hammel mit nach Langenenslingen

 

 

Die Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld hatte zum Weinfest und zum traditionellen Hammellauf nach Egelfingen eingeladen. Immer am letzten Oktoberwochenende wird diese Veranstaltung mit sehr viel Musik, gutem Essen, edlen Weinen aus Württemberg und Baden und toller Stimmung bis in die Abendstunden abgehalten. Mit dem kleinen Mats Holstein als glücklichem Gewinner, nahm der von Ehrenmitglied Dr. Wilfried Steuer seit Jahren gestiftete Hammel, eine kurze Reise von Emerfeld nach Langenenslingen auf sich.

 

Bereits zum sonntäglichen Frühschoppen hatte sich die Egelfinger Festhalle zu den wohltuenden Klängen der Musikkapelle Harthausen /Scher gut gefüllt und das Egelfinger „Gröschts“ und der weitere Mittagstisch fanden reißenden Absatz. Trotz des frühen Wintereinbruchs auf der Alb, kamen die Besucher auch aus der näheren Umgebung wieder gerne nach Egelfingen um Bekannte und Freunde zu treffen und ein paar schöne Stunden zu erleben. Den zweiten musikalischen Part übernahm dann die Musikkapelle aus Grüningen und unterhielt ebenso gekonnt bei Kaffee und selbst gemachten Kuchen.

 

Gegen 16.00 Uhr war es dann soweit: Vorstand Matthias Metzger erklärte den neuen Besuchern die Regularien zum Hammellauf, der um die äußeren Stuhlreihen im Saal abgehalten wird. Über vier Holzböcke setzte sich dann der Probe-Marsch in Bewegung. Die Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld spielte dazu die alten Bauernmärsche. Alle warteten dann geduldig und gespannt, bis vor der Halle ein Böller des Schützenvereins mit lautem Knall gezündet wurde, und die vier Gewinner fest standen. Wer der glückliche Gewinner des Hammerls war, wurde erst auf der Bühne festgesellt, als die vier verschlossenen Kuverts geöffnet wurden, die bei den Holzböcken postiert waren. Den vierten Platz erreicht die kleine Janica Marquardt aus Oberschmeien und erhielt eine Falsche Wein und natürlich ein Plüschtier als Trostpreise für Kinder. Ebenso Johannes Fritz aus Bingen. Emil Kopp aus Grüningen durfte eine Kiste Bier mit nach Hause nehmen, die von der Sonnenbrauerei Inneringen gestiftet worden war.

 

Somit stand der kleine Mats Holstein aus Langenenslingen, der mit seinem Vater gelaufen war, als diesjähriger Hammellaufgewinner fest. Als ihn Vorstand Mathias Metzger nach seinem Namen fragte, wollte er nicht so richtig antworten, aber dass sein Opa Manfred 3 Traktoren hat, das kam wie aus der Pistole geschossen aus seinem Mund und ins Mikrofon und sorgte für Erheiterung im Saal. Schade ist, dass immer weniger Besucher am Hammellauf selber teilnehmen, sondern mehr als Zuschauer fungieren. Aber für die meisten stellt sich einfach die Frage, wohin dann mit dem Hammel. Für Mats Holstein gar kein Problem, er konnte ihn vorerst bei Opa Manfred auf dem Bauernhof einstellen. Aufgrund des schlechten Wetters mit einer weißen Schneedecke in Egelfingen, verzichteten die Verantwortlichen darauf, den Hamel von dem Viehtransporter heraus zu holen und zu präsentieren. So konnte der glückliche Gewinner den Hammel nur von oben im Wagen sehen, seine Freude war aber trotzdem riesengroß.

 

 

Den musikalischen Abschluss und sicher auch Höhepunkt setzte dann die stark besetzte Musikkapelle aus Laiz mit Ihrer rührigen Dirigentin Christine Burkhardt, die sofort den Geschmack des treuen Publikums traf. Gekonnt vorgetragene moderne rhythmische, solistische und auch böhmisch-mährische Musikstücke brachten sofort eine tolle Stimmung in den Saal. Ware Beifallsstürme erntete der Solist Brune Stehle auf seiner Posaune mit solistischen Einlagen wie Hey Jude. Vorstand Matthias Metzger danke den Musikfreunden aus Laiz für die tolle Musik und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass man die wieder neu geknüpften Bande  gerne in Laiz nochmals festbinden könne. Bild+Text: Wolfgang Metzger

 

 

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So

21

Okt

2018

40. Weinfest in Waldulm

Aus der Presse: Offenburger Tagblatt:

Seit 40 Jahren feiert die Waldulmer Trachtenkapelle ihr Weinfest. Und die Veranstaltung entwickelt sich immer besser. Das zeigte sich am Wochenende, das auch eine geglückte Premiere erlebte.

 

Von Rock und Wein am Freitag bis zum Marsch Hoch Badner Land am Sonntagabend spannte sich das Weinfest der Trachtenkapelle Waldulm in der Pfarrberghalle. Die Trachtenkapelle veranstaltete damit das 40. Weinfest in Folge und erfreute die Besucher mit einem prima Musikprogramm.

 

Geglückte Premiere

Scharfe Gitarrenriffs, ein grooviger Bass, dirty voices und ein pulsierender, harter Beat waren das Markenzeichen der Band. Im Anschluss legte DJ Mitch (Michael Schmälzl) von Power Station die Scheiben auf. Bis nach Mitternacht wurde eifrig getanzt und es herrschte beste Weinparty-Stimmung.

Am Samstag war am Abend der Auftritt der Kapelle »Frank Metzger und die Jungen Böhmischen« das große Musikerlebnis. Den Nachmittag hatte die Trachtenkapelle selbst in traditioneller Manier unter dem Motto »Fröhliche Weinrunde« gestaltet und vor dem großen Auftritt der Jungen Böhmischen gab der Musikverein Unterentersbach ein stimmungsvolles Unterhaltungskonzert. Frank Metzger und seine Jungen Böhmischen zogen dann ab 20 Uhr drei Stunden lang ihr Publikum mit einer ausgezeichneten Darbietung böhmischer Blasmusik in den Bann. Beeindruckend kraftvolle und punktgenaue Intonationen, herrlich geschwungene Klangströme und immer wieder charaktervolles Registerspiel ließen die Vorträge zum Genuss werden. Dirigent Frank Metzger verstand es dabei, die Musikvorträge theatralisch in Szene zu setzen, zelebrierte die Einsätze der Register sowie der Gesamtkapelle förmlich.

 

Soloauftritte von Andreas Knoblauch (Trompete), Markus Merz (Flügelhorn), Rolf Pawtowski (Baritonhorn, Alphorn) und Steffen Scherb (Trompete) setzten strahlende Glanzpunkte, die gesanglichen Auftritte von Daniela Merz, Moritz Neuburger und Frank Metzger rundeten das Ganze ab. Für Witz und Spaß sorgte Moderator Uli Ocker.

 

Den Festsonntag eröffnete die Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld. Und da, salopp gesagt, die Hütte voll war, herrschte auch eine prächtige Stimmung.

 

Positives Fazit

Die Original Burg-Windeck-Musikanten sorgten im Anschluss noch einmal für aufwogende Festwellen und die Kurkapelle Ottenhöfen spielte am Abend den klangvollen Schlussakkord. Viktor Hodapp, Vorsitzender der Trachtenkapelle Waldulm zog als Fazit: »Wir hatten drei tolle und erlebnisreiche Festtage, vielen Dank an alle, die dazu beitrugen«.

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So

12

Aug

2018

Gartenfest in Egelfingen

Zum Gartenfest der Trachtenkapelle Egefingen-Emerfeld kamen auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher in die kleine Albgemeinde nach Egelfingen um von den vielen Helferinnen und Helfern des Vereins verwöhnt zu werden.

Zwei Tage tolle Blasmusik und Bilderbuchwetter am Sonntag, waren der Rahmen für ein gelungenes Fest. Bei den unzähligen Festgästen waren die Sitzplätze unter dem Sonnenzelt und den Schirmen begehrt. Das Gartenfest in Egelfingen bot neben kalten Erfrischungsgetränken, schmackhaftem Essen, Kaffee und Kuchen, auch tolle Blasmusik.

 

Wie von verschiedenen Wettervorhersagen angekündigt, lachte der strahlend blaue Himmel am Sonntag über dem gemütlichen Obstgarten neben der Festhalle. Dies war eine wahre Punktlandung für das traditionelle Gartenfest im Schatten der Bäume. Bereits zum Frühschoppen füllten sich die Tische rasch mit Besuchern, die per Rad, zu Fuß, dem ‚Roller oder mit dem Auto oft von weit her und aus der ganzen Region kamen. Die erste Musikkapelle aus Randegg, in der Nähe von Stein am Rhein, war schon früh morgens ins unbekannte Egelfingen aufgebrochen und bot ein zünftiges Frühschoppenkonzert. Über Mittag war das Festgelände nahezu belegt und die vielen freiwilligen Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste zur Zufriedenheit zu bewirten.

Vorstandsmitglied Maik Schweizer, der für den Festbetrieb verantwortlich zeichnet, bemerkte ganz trocken: „So langsam stoßen wir an unsere Grenzen was die Organisation und den Arbeitseinsatz anbelangt. Mehr können wir einfach nicht mehr stemmen, das ganze Dorf hilft bereits mit“. Aber trotz allem sah man überall freundliche Gesichter bei der Arbeit, sei es an der Theke, in der nahen Küche oder bei den Kleinsten, die im „Milchwägele“ das Geschirr und die Gläser einsammelten.

 

Zu Kaffee und Kuchen spielte dann die Musikkapelle aus Altheim-Frickingen. Ein gelungener Mix an traditionellen, aber auch modernen Stücken kam bei den Besuchern sehr gut an. Zum Höhepunkt des Tages, dem Open Air von Frank Metzger und seinen Jungen Böhmischen, füllte sich der Obstgarten vollends und die Besucher strömten in Scharen, um Blasmusik der Spitzenklasse zu hören. Ein Besucher kam extra aus Weißenhorn bei Neu-Ulm, um die Jungen Böhmischen live zu erleben und Frank Metzger kennen zu lernen. Er erzählte: „Ich habe bisher alle CD´S und habe online in der Schwäbischen Zeitung von diesem Auftritt gelesen, da fahre ich jetzt hin“. Er und auch die anderen Besucher kamen dann auch voll auf ihre Kosten. Bis in die Nacht hinein hörte man tolle Blasmusik, wohlklingende Gesangstitel von Daniela Merz und Frank Metzger vorgetragen, und gelungene Solovorträge der verschiedenen Register. Sogar ein Alphornsolo,  gekonnt vorgetragen von Rolf Patowski war zu hören und begeisterte besonders.

 

Am Montag dann die bangen Blicke gen Himmel, hält das Wetter? Zufrieden stellte Claus Fritz bei seiner Ansage der Musikstücke fest, „Wir haben die Wolken nach Inneringen rüber geblasen, dort kann man heute gerne etwas Regen gebrauchen.“ Bei Kaffee u. Kuchen und der Spielstraße für Kinder, nahm das Fest wieder Fahrt auf. Auch die Hüpfburg war von den Kindern nahezu dauernd belegt und ein ganzes Heer „junger Musiker mit ihren Tröten“ zeigte, dass es um den Nachwuchs in der Kapelle recht gut bestellt ist.  Ein paar kleinere Regengüsse taten dem Festverlauf aber keinen Abbruch.

Als die Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld zum Feierabendhock aufspielte, hatte es wieder  aufgehellt und der Abend konnte im Freien abgehalten werden. Musikalisch waren dann die Oberstetter Dorfmusikanten zu hören, die ein breit gefächertes Repertoire anboten. Nebenher konnte man sich noch ganz gut unterhalten und den Abend unter Freunden verbringen, Familienbande auffrischen und ausklingen lassen. So auch Roswitha und Sonja aus Sigmaringen, die nach über 30 Jahren mal wieder in Egelfingen waren und viele Verwandte treffen konnten. Wiederum ein rundum gelungenes Fest, waren sich das Vorstandsteam und die zahlreichen Besucher einig. Text: Wolfgang Metzger

Weitere Bilder von unserem Fest finden Sie hier

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Sa

24

Mär

2018

Verdiente Ehrungen beim Blasmusikabend der Trachtenkapelle in Egelfingen

Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit: Dietmar Ruß (von links) Maik Schweizer, Dirigent Frank Metzger, Lea Pröbstle, Claus Fritz, Christina Baier, Joachim Burth, Annika Metzger, Jonas Neuburger, Caroline Baier-Schweizer, und Vorstand Matthias Metzg (Foto: Wolfgang Metzger)

 

Beim diesjährigen Blasmusikabend der Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld konnte der Vertreter des Blasmusik-Kreisverbandes Biberach, Dietmar Ruß aus Ingoldingen, zahlreiche Ehrungen vornehmen.

In seinen Eingangsworten gab er die Grüße des Kreisvorsitzenden an die Kapelle weiter und war dankbar, dass er nach zahlreichen Konzerten mit Ehrungen nunmehr einem gelungenen Blasmusikabend beiwohnen durfte. Dass auch hierbei gute und saubere Blasmusik gespielt wird, wird inzwischen auch vom Bundesverband anerkannt. Bei Musikfesten gibt es zwischenzeitlich auch Wertungsspiele in der traditionellen Blasmusik, denen sich die Trachtenkapelle auch schon erfolgreich gestellt hat. „Bei der Musik gibt es zum Jubiläum kein Geldgeschenk und auch kein Sonderurlaub, lediglich eine Anerkennung in Form von Ehrenzeichen und Urkunden, die oft mühsam verdient werden müssen“, führte Ruß aus.

 

Goldene Nadel mit Diamant

 

Er zeichnete folgende Aktiven aus: Carolin Baier-Schweizer wurde mit einer Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Tätigkeit ausgezeichnet, Joachim Burth bekam eine Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief für 40-jährige aktive Tätigkeit; Claus Fritz wurde die Förderermedaille in Silber mit Urkunde für 15-jährige Funktionärstätigkeit und über 40-jährige Aktivität überreicht. Frank Metzger wurde mit der Dirigentennadel in Gold mit Urkunde für 20-jährige Dirigenten-Tätigkeit ausgezeichnet. Christina Baier, Annika Metzger, Jonas Neuburger und Lea Pröbstle bekamen eine Ehrennadel in Bronze für zehnjährige aktive Tätigkeit.

Zum Schluss wünschte der Vertreter des Blasmusik-Kreisverbandes allen Aktiven weiterhin viel Freude bei ihrer Musik und in ihrem Verein. Vorstand Matthias Metzger schloss sich den Wünschen an und beglückwünschte ebenfalls die Geehrten. Text: Wolfgang Metzger

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Mi

21

Mär

2018

Blasmusikabend am 17.03.18 in Egelfingen

Gesangstitel „Hinter der Garage“ erreicht 1. Platz bei der Hitparade

 

 

 Wenn ein Titel beim bunten Blasmusikabend der Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld bei der anschließenden Hitparade punkten möchte, muss er das Motto des Abends „Blasmusik auch mal anders“ so mitreißend wie möglich umsetzen. Musikalisch hatte Dirigent Frank Metzger freie Hand und hat dies auch großzügig umgesetzt. Die Besucher wählten den Polka-Ländler-Swing „Hinter der Garage“ mit Gesang von Sebastian Metzger und Moritz Neuburger zum diesjährigen Siegertitel.

 

 

Komponist Norbert Gälle spielt aktiv bei der Trachtenkapelle mit

 

Nach kurzer Begrüßung durch Vorstand Matthias Metzger, zeigten die verschiedenen Register der Jungmusikanten unter Leitung von Carina Baier, ihr Können. Mit dem schmissigen Konzertmarsch „Blasmusikgrüße“ von Mathias Gronert, sandte die Kapelle gleich zu Beginn einen musikalischen Gruß an alle Freunde der Böhmisch-Mährischen Blasmusik. Mit der erfrischenden Polka „Kirschblütenzauber“ des Schweizer Komponisten Very Rickenbacher, holten die Musiker wenigstens musikalische Kirschblüten in die Halle, obwohl draußen gerade ein Schneegesturm über die Alb fegte. Claus Fritz, der in kurzen Erläuterungen wie gewohnt durchs Programm führte, begrüße zum nächsten Stück, dem Walzer „Erfüllte Träume“, den Komponisten desselben, Norbert Gälle, als Besucher in der Halle. Gälle hat diesen neuen Walzer einfühlsam und auch etwas melancholisch komponiert. „Die Kapelle hat meine Vision toll umgesetzt, bin vollauf zufrieden damit“, führte er nachher aus.

 

Natürlich durfte ein Mosch-Klassiker auch in diesem Jahr nicht fehlen. „Böhmische Mädchen“, eine Polka mit Gesang von Carolin Baier-Schweizer und Sebastian Metzger, erinnerten an den großen Meister der Blasmusik. Ein kleiner Gegenpool zu den klassischen Polkas stellte „Sillilander“, eine getragene Polka von Thomas Zsivcovits aus Wien dar, die er zur Europameisterschaft der Blasmusik 2010 in Sillian-Osttirol komponiert hat. Ein Höhepunkt aus musikalischer Sicht folgte mit der „Virtuospolka“, einem anspruchsvollen Klarinettensolo der Oberstufe mit Orchesterbegleitung, virtuos vorgetragen von Conny Baier. Gekonnt entlockte sie den gesamten Tonumfang ihrer Klarinette und in verschiedenen Tempis konnte sie voll überzeugen. Spontaner Applaus war der Dank des Publikums für diese Abwechslung im Programm.

Vor dem letzten Stück vor der Pause standen noch zahlreiche Ehrungen an.( Wir berichten separat darüber). Mit der Fernweh-Polka verabschiedete sich die Trachtenkapelle gewohnt schmissig in die Pause.

 

Den Auftakt zum zweiten Teil bildete die wuchtige moderne Polka „Wir sind wir“ ein Erfolgstitel der „Fegerländer“ von Peter Leitner. Diese Polka wurde von Ehrenvorstand Manfred Fritz gestiftet. "Jeder Ton und bei der Spielfreude der Blasmusik-Combo, klingt wie ein Kurztrip ins Bierzelt" meinte ein Besucher. Klar ist: Das wird heute nicht langweilig. “In de Griam „  mit dieser Gassenpolka wurden die Zuhörer musikalisch in die Kellergassen des bekannten Wiener Weinviertels geführt. Eine erneute Komposition von Norbert Gälle, „Mondlicht“, einer gefälligen Polka hörte man seine große Leidenschaft, die böhmisch mährische Blasmusik, heraus. Als Mitbegründer mit seinem Bruder Anton Gälle der bekannten „Scherzachtaler Blasmusk“ und Komponist  zahlreicher Erfolgstitel und aktiver Tenorhornist dieser Spitzenkapelle, hörte man sein Lieblingsregister heraus. „Aber auch die Egelfinger Tenorhornisten haben alle meine Vorstellungen super intoniert, da machte das Zuhören Spaß“, gab er nachher Frank Metzger mit auf den Weg.

 

Als Abwechslung im doch sehr Polka-lastigen Programm, erwies sich  der Gesangstitel „Hinter der Garage“, einer Polka-Ländler-Swing Version nach einem alten tschechischen Volkslied. Dieser Erfolgstitel nach einem Arrangement der bekannten Blaskapelle „Blech & Co“, frech gesungen von Sebastian und Moritz, nahm die Zuhörer sofort mit und es wurde vom aufmerksamen Publikum schon beim Vortrag geklatscht. Mit den weiteren Polkas „Septemberliebe“ und „Das Sternchen“ wurde das Programm der 15 Neuvorstellungen abgerundet, bei denen die Kapelle ihr Können und ihre Spielfreude unter Beweis stellen konnte. Als letztes Stück der Wertung zur Hitparade, bei der jeder Besucher 5 Stimmen vergeben konnte, kam nochmals ein Stück des Komponisten Norbert Gälle, „Euch zum Dank „ zum Vortrag. Dann wurden die Stimmzettel eingesammelt und man durfte über das Ergebnis der Zuhörer gespannt sein. In der Auszählpause spielte die Kapelle noch außerhalb der Wertung  die Egerländer Frühschoppen-Polka von Freek Mestrini, bei deren Einleitung nochmals das 3 stimmige Tenorhornregister solistisch glänzen konnte.

 

Claus Fritz gab dann die Reihenfolge und den Gewinner des Abends bekannt: Den dritten Platz erreichte „Euch zum Dank“, Polka von Norbert Gälle, den zweiten Platz eroberte das Klarinettensolo „Virtuospolka und zum Sieger des Abends wurde der Gesangstitel „Hinter der Garage“ ausgerufen, der dann sofort nochmals von der Kapelle gespielt wurde. Alle drei Titel lagen nur wenige Stimmen auseinander.  „Nachdem wir so einen besonderen Gast heute bei uns haben, haben wir uns dazu entschlossen, nicht den zweiten Titel Platz-Titel, sondern den letztjährigen Siegertitel „Unser Bänkchen“ komponiert von Norbert Gälle, der ja unter uns weilt, zu spielen, führte Claus Fritz lächelnd aus. Er lud Norbert Gälle ganz spontan dazu ein, auf die Bühne zu kommen und diesen Erfolgstitel und als zweite Zugabe, den 3. Platz auch von ihm komponiert, aktiv mit zu spielen, was er auch sofort gerne tat. Natürlich musste er den obligatorischen Federhut der Egelfinger aufsetzten, ohne den ein Mitwirken nicht möglich wäre. Das Publikum danke mit Spontanbeifall und die Kapelle zog nochmals alle Register Ihres Könnens. Natürlich war dann auch der Bann gebrochen und so erlebte man die „Egelfinger“ bei der Zugabe spielfreudig wie bei ihren Auftritten im Laufe des Jahres. Man unterhielt sich auch nachher gerne noch mit dem „Stargast“ des Abends und man kam sich musikalisch näher.Text: Wolfgang Metzger

 

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