Traditioneller Bürgerball in Egelfingen

Bild: Thomas Hepner
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Eine Horde Wickinger entert die Narrenbühne in Egelfingen

 

 

 

Egelfingen: Kreativ, närrisch und mit viel Herzblut – am Samstagabend beim Bürgerball in Egelfingen jagte buchstäblich ein Programmpunkt den nächsten. So viele Akteure unter der Gesamtregie von Cornelia Metzger und Gerda Neuburger, hat es schon lange nicht mehr gegeben.

 

Günther Graul in Gestalt eines listigen Fuchses, begrüßte die Gäste aus Egelfingen, wie jedes Jahr die zahlreichen „Kohlraben“ aus Inneringen, und ganz besonders BM Schneider aus Langenenslingen ganz herzlich und kündigte den bunten Abend an.“ I be koin Wolf heit, au koin Lux, noi Reinecke – ben‘I – dr Fuchs! Mein Bau, I denk des ischt bekannt, isch nuierdings glei bei der Kirch zu rechter Hand „ Erst seit vier Wochen wohnt er mit seiner Familie auf dem „Kirchenbuckel“ in seinem neuen Eigenheim und hat schon mehrfach persönlich Bekanntschaft mit einem Fuchs gemacht. In gereimter Form führte er so manche Anschuldigungen im Dorf auf.

 

Den Auftakt eines unterhaltsamen Abends gestaltete der Egelfinger Narrennachwuchs mit dem Song  „Hey yo Kaptain Jack“. Doch dann war der erste Sketch angesagt,. „Urlaub auf der Toilette“ war noch sanft umschrieben, mit was für Ereignissen sich die beiden Urlauber bei ihrer Ankunft im Urlaubsparadies auseinandersetzen mussten. Immer wieder eine „heisse Nummer“ ist ein Zwiegespräch eines Ehepaars abends im Bett. Magdalena und Moritz demonstrierten sehr anschaulich, was die Folge sein kann, wenn man einander nicht zuhört und jeder seine eigenen Interessen verfolgt.

In eine richtige Urlaubsidylle nach Griechenland entführten acht Sirtaki-Tänzerinnen die Besucher. Die eingängige langsam beginnende Musik entwickelte sich dann schnell zu einer akrobatischen Tanzvorführung, deren anfängliche Schrittkombinationen immer flotter und anschaulicher wurden. In weiteren Sketchen „o je Altersteilzeit“ von Cordula und Martina gekonnt vorgetragen und „Endlich wieder frei“, wurde das Eheleben nach allen Facetten dargestellt.

 

Viel Mühe hatten sich die verschiedenen Gruppen zur Kostümierung und Heikle Pröbstle mit der jeweils passenden Gesichtsmaske gegeben. Ein weiterer Höhepunkt stand an. Ein Horde Wickinger enterte das Narrenschiff in Egelfingen und erstürmten mit lautem Geschrei die Bühne. Mit Schwertern und Schilder bewaffnet, wurde ein kriegerischer Tanz aufgeführt, der besonders gefallen konnte. Er wurde in Eigenregie toll einstudiert. Mit dem Programmpunkt „Ratta-Gift en dr. Suppabrüah“, konnten die wenigsten im Voraus etwas anfangen. Eine Combo von sechs Bläsern der Trachtenkapelle wagte sich an den bekannten Song und sie spielten und Moritz und Basti sangen live aus Leibeskräften, ein Stimmungsmacher Nummer 1!

 

Den Reigen der Auftritte setzten die Musikerfrauen mit einer Parodie zu „Pippi-Langstrumpf fort. Die Showeinlage nach dem bekannten Lied „Hey Pippi Langstrumpf., das sicher noch jede aus Kindertagen in den Ohren hatte, und das bunte Outfit war herrlich anzusehen. Auch der Bananen fressende Affe, Herr-Nilson (Andy Baier), durfte nicht fehlen. Tosender Applaus war der Dank des Publikums unter der Regie von Miriam Fritz. Mit dem Showgesang „wieder mal zu haben“, zeigten sechs alte Schrullen ganz in schwarz gekleidet, daß die Trauerzeit nach 20 Jahren Knast  vorbei ist, nachdem sie ihre Männer entsorgt hatten und das Leben neu beginnt.

 

Was wäre der Egelfinger Bürgerball ohne den Paradeauftritt der Eheleute Petra und Uli Neuburger. In heiteren und teilweise stürmischen Dialogen setzte er seine Frau vor dem Gang zu einem wichtigen Fußballspiel mit Fußballweisheiten unter Druck, bei dem es sicher um nichts Wichtigeres, als um den Abstieg beim VfB ging. Sie brachte ihren Mann mit banalen Fragen dazu fast um den Verstand. In die Traumwelten der Bauchtänzerinnen und in den Orient entführte das beliebte Männerballett in diesem Jahr. Toll eingekleidet mit eigenen Kostümen, die Antje Metzger selbst genäht hatte, verbreiteten sie bei entsprechender orientalischer Musik den letzten Auftritt und sicher auch Höhepunkt des Programms zu 1001 Nacht. Die graziösen Bewegungen der Bauchtänzerinnen brachten wahre Beifallsstürme hervor.

Nach kurzen Dankesworten durch Vorstand Matthias Metzger an alle Beteiligten des wieder gelungenen  3 stündigen Non-Stopp-Programms, wurde die Tanzfläche nach den Klängen von DC M&R freigeben und bis in die Nacht zusammen gefeiert. Text: Wolfgang Metzger

 

Weitere Bilder von der Egelfinger Fasnet gibt es hier

 

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