„Gole“ wartet vergeblich auf Maschgerla

Auch in Egelfingen auf der Alb gibt es seit über 60 Jahren als Fasnetsfigur einen " Gole ".

Dieser Golokopf wurde auf Anleitung vom damaligen Lehrer Helmut Linder und an Anlehnung an den bekannten Riedlinger Gole vor der Fasnet mit den  "großen Schülern"  ( damals Oberklasse) gebastelt und wird seither mit dem einzigen noch vorhandenen Exemplar am "Schmotziga Donschteg" in Egelfingen durch die Straßen getragen. Früher wurden die Kinder von der Schule von der Musikkapelle abgeholt und sie zogen gemeinsam durchs Dorf, wo es noch selbst gebackene "Fasnetsküchla" und auch mal eine Rote Wurst im Kessel gab.

 

Nach der Eingemeindung und Schulreform behielt man diesen alten Brauch jedoch weiter bei und statt morgens, traf man sich immer am Nachmittag an der Festhalle. In einem bunten Umzug von Jung und Alt zog man weiterhin mit Musik durchs Dorf. Dies wird bis heute fortgeführt. Der "Gole" geht vorne draus und alle folgen. Im "Albstüble" war dann immer gemütlicher und bunter Abschluss mit der örtlichen Musik.

 

Nur in diesem Jahr ergibt sich ein trauriges Bild:

Alles abgesagt wegen Corona,  nur der "Golokopf" sitz vor der Gemeindehalle auf einem Stuhl auf der Straße und wartet vergeblich auf die "Maschgerla", traurig traurig!

Da kann man nur aufs nächste Jahr hoffen, wenn alle Kinder wieder "Gole" schreien und sich freuen dürfen.

Text: Wolfgang Metzger 

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